70 Jahre FFw Pruchten:


Vorwort
Im September 2001 sollte es soweit sein - wir feiern unser 70-jähriges Bestehen!
Im Vorfeld der Veranstaltung kam es natürlich alles anders als erwartet - der 11. September 2001. Hierbei sei natürlich nochmal den Opfern, sowie auch insbesondere den Feuerwehrleuten, die bei dem grauenvollen Terroranschlag ums Leben kamen, gedacht!
Lange wurde überlegt und disskutiert, ob wir unsere Feier durchführen sollten. Schließlich kamen wir zu dem Schluß, dass wir die Veranstaltung nicht ausfallen lassen, da damit eigentlich keinem ein Gefallen getan werden kann. Nur der Rahmen der Feierlichkeit sollte etwas verändert werden.

I. Der offizielle Teil
Mit dem Beginn des offiziellen Teils wurde in einer Schweigeminute den Opfern des 11. September gedacht. Der Schock saß natürlich bei allen Anwesenden noch tief.
Im Anschluß daran wurden Grußworte vom Bürgermeister, Herrn Wieneke, dem Amtswehrführer, Kamerad Wegner, dem Amtsvorsteher des Amtes Barth Land, Herrn Pötke sowie dem Kreiswehrführer des Landkreises Nordvorpommern, Kamerad Scharmberg an die Feuerwehr Pruchten gerichtet.


Im Anschluß daran wurde das Wort durch den Wehrführer der FFw Pruchten, Horst Grählert, ergriffen.
Er gab einen kurzen Abriß über die geschichtliche Entwicklung des Löschwesens in der Gemeinde. Nicht zuletzt wurde auch noch der Gemeindevertretung gedankt, die es 1998 ermöglichten, dass ein neues Gerätehaus entstand!
Mit Beendigung der offiziellen Reden wurden von den angereisten Feuerwehren aus dem Amt Barth Land und der Stadt Barth die Glückwüsche sowie Präsente überbracht. Dafür im Nachhinein nochmals vielen Dank!!

Im weiteren Ablauf werden den Besuchern, sowohl Feuerwehleute als auch "zivile" Gäste, unter anderem 2 Vorführungen gezeigt. Dabei handelt es sich im einem um eine Schauvorführung "Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person" sie um die Vorführung eine Fettexplosion.

II. Vorführung "VKU - eingeklemmte Personen"
Wie läuft das eigentlich bei der Feuerwehr ab, was machen die da und warum dauert das alles so lange?
Auf beispielsweise diese Fragen wollten wir unseren Besuchern Antworten geben.
Inszeniert wurde ein Verkehrsunfall, bei dem Fahren und Beifahrer bewußtlos und im PKW eingeklemmt sind. Diese Übung wurde von den Kameraden der Feuerwehr Pruchten zusammen mit denen der Feuerwehr Barh, die über das entsprechende Geräte zur technischen Hilfeleistung verfügen, durchgeführt.
Der Ablauf sah so aus, dass die zuständige Ortsfeuerwehr - Pruchten - mitalarmiert wurde und als erste an der Unfallstelle eintrifft. Durch die Einsatzkräfte wird ein Zugang in das Fahrzeug geschaffen (Scheiben entfernen) und die Ersteversorgung der Verletzten durchgeführt. Gleichzeit wird eine zweifache Löschbereitschaft hergestellt.

Während die Feuerwehrleute aus Pruchten mit dem LF8 und TLF8/8 bereits an der Einsatzstelle tätig waren, traf auch die Unterstützung aus Barth mit VRW und TLF16 ein.
Es konnte sofort damit begonnen werden, das Fahrzeug zu stabilisieren und zu öffnen, da die Personen im Fahrzeug bereits versorgt und gegen Splitter etc. gesichert wurden.
Nachdem der Erste Patient befreit wurde, konnte er vorsichtig aus dem PKW gehoben werde.
Hier tauchte dann bei den Zuschauern öfter die Frage auf "Warum dauert das alles so lange?". Parallel zum Vorgehen bei der Rettung wurde durch andere Kameraden auf solche Fragen geantwortet. Natürlich ist bei so etwas nicht die Zeit allein ein entscheidender Faktor, sonder auch die "patientengerechte Rettung". Was nützt es, wenn er schnell aus dem Wrack geholt wird, dabei jedoch noch schwerere Verletzung (z.B. Wirbelsäule) erleidet!


Kurz nachdem auch die 2. Person aus dem Fahrzeug befreit wurde, kam es zur Entzündung des Pkw. Ein zur Sicherung bereitstehender Trupp legte sofort seine Atemschutzmaske an, da bei einem brennenden Fahrzeug, in dem heutzutage unmengen an Kunststoff verarbeitet sind, giftige Brandgase entstehen können. Daraufhin wurde der Brand mit dem Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Pruchten bekämpft.
Für die hierfür notwendigen pyrotechnischen Effekte danken wir an dieser Stelle nochmal den Mitarbeitern der "Waffenburg" in Zingst, die uns bei der Ralisierung unterstützten.


Im Anschluß an die Vorführung gab´s noch ein Gruppenfoto mit allen beteiligten Helfern, die uns diese Vorführung ermöglicht haben.




[Stand: 01.04.2003]